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Blogbeiträge (27)

  • Stimulation der kindlichen Entwicklung im ersten Lebensjahr

    Hier finden Sie Spielideen zur Förderung der Sinne, des Körperbewusstseins und der Motorik. Die Anregungen sind nach Altersstufen gegliedert, zu denen ein Kind bestimmte motorische Meilensteine typischerweise erreichen sollte. Es lohnt sich jedoch, auch frühere Phasen und Spielideen anzuschauen. Wählen Sie Aktivitäten stets so aus, dass sie nur geringfügig über dem aktuellen Entwicklungsstand Ihres Kindes liegen. Werden zu schwierige Übungen angeboten, kann es passieren, dass wichtige Entwicklungsstufen übersprungen werden. Das Kind verweigert dann die Aktivität – oder macht sie zwar mit, jedoch ohne inneres Verständnis. Später müssen wir die verpassten Grundlagen mühsam nachholen. ​ Man kann es gut mit Mathematik vergleichen: Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine Aufgabe, die viel zu schwierig für Ihren aktuellen Wissensstand ist. Entweder geben Sie direkt auf, oder Sie lösen sie rein mechanisch, ohne wirklich zu verstehen, warum. Sobald Sie dann eine ähnlich schwierige, aber leicht veränderte Aufgabe erhalten, wissen Sie nicht mehr weiter. Eventuell entwickeln Sie eine Strategie, die jedoch nicht zuverlässig funktioniert – und die Sie sich später mühsam wieder abgewöhnen müssen. ​ Ein Beispiel bei Babys wäre das zu frühe Hinsetzen. Auch wenn das Kind daran zunächst Freude hat, ist seine Wirbelsäule noch nicht dafür bereit. Es sollte sich erst eigenständig zum Sitzen hochziehen können, vorher aber unbedingt die Vierfüßler-Position durchlaufen haben. Nur dann kann es den Sitz stabil halten. ​ Im Folgenden finden Sie entwicklungsfördernde Anregungen nach Trimestern: Erstes Trimester (0-3m) Zweites Trimester (4.–6. Monat) Drittes Trimester (7.–9. Monat) Viertes Trimester (10.–12. Monat) Erstes Trimester (0–3 Monate) ​ Die Reaktionen der Eltern auf das Verhalten ihres neugeborenen Kindes stimulieren in den ersten Lebenstagen und -wochen entscheidend dessen Entwicklung. Sprechen Sie viel mit Ihrem Baby, singen Sie und streicheln Sie es liebevoll. Eine der großen Herausforderungen in den ersten drei Lebensmonaten ist es, aus der gebeugten und asymmetrischen Körperhaltung herauszufinden. Mit etwa drei Monaten sollte ein Baby stabil auf dem Rücken liegen können (ohne zur Seite zu kippen, z. B. beim Windelwechseln) sowie in Bauchlage für einige Minuten den Kopf aufgerichtet halten, dabei gestützt auf die Unterarme. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, daher braucht Ihr Baby regelmäßig Gelegenheiten zum „Trainieren“. Legen Sie es deshalb täglich für kurze Zeit auf den Rücken und auf den Bauch – am besten auf eine feste Unterlage auf dem Boden, damit es seinen Körper frei entdecken kann. ​ Bewegung ist Lernen – für Kinder gilt das doppelt. In den ersten Monaten übt das Baby in Bauchlage das Anheben des Kopfes. Nur wenn es häufig auf dem Bauch liegt, kann es bis zum Ende des dritten Monats die nötigen Stützpunkte und seinen Körperschwerpunkt finden, um Kopf und Oberkörper anheben zu können. Dabei stärkt es Nacken-, Rücken- und Bauchmuskulatur, den Schultergürtel und die Gesäßmuskeln. Eine aufrechte Kopfhaltung ist die Grundlage aller späteren Bewegungsformen. ​ Bewegung aktiviert auch die primären Reflexe, welche das kindliche Gehirn stimulieren und nach und nach durch zunehmende willentliche Kontrolle gehemmt (inhibiert) werden. Autokindersitze der Gruppe 0 (für Babys von Geburt bis ca. 10–13 kg) sollten nur im Auto verwendet werden. Zu Hause, bei Besuchen oder im Kinderwagen sollte Ihr Baby darin nicht längere Zeit liegen. ​ Hängt ein Mobile über dem Bettchen, platzieren Sie es über dem Bauchbereich des Kindes. Ist es direkt über dem Kopf, muss das Baby den Kopf überstrecken, was hinderlich für die Entwicklung der Bauchmuskulatur und das Anheben der Beine ist. ​ Lassen Sie Ihr Baby regelmäßig ohne Windel in Bauchlage spielen. Dicke Windeln heben das Becken leicht an und verhindern, dass das Baby die richtigen Stützpunkte findet. Gegen Ende des dritten Monats sollte sich der Körperschwerpunkt zur Schambeinregion verlagern. Legen Sie Ihr Baby z. B. auf den Wickeltisch so, dass es Ihr Gesicht sehen kann (setzen Sie sich davor auf einen Hocker oder knien Sie sich hin) – es wird sich bemühen, sich aufzurichten, um Sie anzuschauen. ​ Aktivität:  Während Sie Ihrem Baby die Windel wechseln, pusten Sie sanft auf verschiedene Körperstellen (Bauch, Po, Fußsohlen…) und benennen Sie laut, wohin Sie gerade pusten. Das Baby versteht die Worte noch nicht, lauscht aber gerne Ihrer Stimme. Aktivität:  Legen Sie sich leicht aufgerichtet hin, mit dem Rücken an ein Kissen gelehnt. Legen Sie Ihr Baby auf Ihre Brust. Durch sanftes Schaukeln nach links und rechts fördern Sie das Gleichgewicht Ihres Kindes. ​ Zweites Trimester (4.–6. Monat) In dieser Entwicklungsphase ist es besonders wichtig, dem Kind Spiele und Aktivitäten zur Stimulation des Gleichgewichtsorgans anzubieten – wie sanftes Drehen, Schaukeln oder Wiegen. Solche Reize helfen unter anderem, bestimmte frühkindliche Reflexe – insbesondere den Moro-Reflex und den tonischen Labyrinth-Reflex (TLR) – zu hemmen. In Rückenlage hebt das Kind seine Hände nun bis auf Augenhöhe und betrachtet sie aufmerksam. Bieten Sie Ihrem Kind sensorisch interessante Spielzeuge an – z. B. Beißringe mit Noppen, angenehme Stoffe oder strukturiertes Material. Es braucht keine Unmenge an Spielzeug – zwei bis drei gut ausgewählte Stücke reichen völlig. Platzieren Sie sie idealerweise knapp außerhalb der Reichweite, sodass sich das Kind bemühen muss, sie zu erreichen. Ab dem Beginn des fünften Monats verlagert ein in Bauchlage liegendes Kind zunehmend sein Körpergewicht, um einen Arm frei bewegen zu können. Motivieren Sie es, indem Sie ein interessantes Spielzeug seitlich platzieren. Pokud Vaše dítě nerado leží na břiše, můžete mu pomoct tak, že mírně nadzvednete hrudníček dítěte a zároveň zatlačíte zadeček dolů. Der Mund gewinnt in dieser Zeit enorm an Bedeutung – das Kind beginnt, alles, was es greifen kann, zum Mund zu führen. Das ist ein völlig normaler und wichtiger Entwicklungsschritt. Verbieten Sie es dem Kind also nicht. Wenn Ihr Baby ungern auf dem Bauch liegt, können Sie ihm helfen, indem Sie sanft seinen Brustkorb anheben und gleichzeitig das Becken nach unten drücken. ​ Mobile oder andere hängende Objekte über dem Bettchen sollten sich über dem Bauchbereich und nicht über dem Gesicht des Kindes befinden. Sonst fördern Sie eine Überstreckung des Kopfes, die nicht erwünscht ist. Halten Sie ein visuell ansprechendes Spielzeug leicht seitlich im Blickfeld des Kindes – so motivieren Sie es, den Kopf zu drehen. Führen Sie das Spielzeug dann langsam auf die andere Seite – das Baby sollte seinen Blick und Kopf mitbewegen. Im sechsten Monat beginnt das Kind, sich zur Seite zu drehen, wenn es ein Spielzeug seitlich sieht. Wenn Sie es dabei unterstützen möchten, beugen Sie ein Bein und strecken Sie das andere aus. Führen Sie dann das gebeugte Bein sanft über die Mittellinie des Körpers – der Oberkörper wird automatisch folgen. Nähen oder kaufen Sie eine Socke mit Rassel – bei jeder Bewegung des Beins ertönt ein Geräusch, das das Kind neugierig macht. Es wird versuchen, seinen Fuß zu greifen und ihn zum Mund zu führen. Wenn Ihr Baby auf dem Rücken liegt, geben Sie ihm einen kleinen Gymnastikball (sog. Overball). Es wird versuchen, ihn mit Händen und Füßen zu greifen – dabei kräftigt es seine Bauchmuskulatur. Noch effektiver wird dies, wenn das Kind dabei nackt oder nur leicht bekleidet ist – so verbessert sich zusätzlich die Körperwahrnehmung. Aktivität: Die Babymassage ist eine Technik des achtsamen, liebevollen Berührens. Sie schenkt dem Kind Wärme, Geborgenheit und Vertrauen – stärkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind und unterstützt zugleich die körperliche und geistige Entwicklung. Sie kann tiefgreifende positive Veränderungen im Körperempfinden auslösen. Verwenden Sie zart duftende Aromaöle und genießen Sie diesen Moment der Nähe gemeinsam. Aktivität: Legen Sie Ihr Baby mit dem Bauch oder dem Rücken auf einen großen Gymnastikball (Overball) und wiegen Sie es langsam hin und her. Drittes Trimester (7.–9. Monat) Ein sieben Monate altes Baby kann sich in der Regel bereits vom Bauch auf den Rücken drehen und seine hochgestreckten Beinchen erkunden. Es spielt nun auch mit zwei Spielzeugen gleichzeitig. Sie können es am Rumpf halten und hoch über Ihren Kopf heben – das wird ihm mit Sicherheit gefallen. Wenn Sie einen rutschigen Boden haben, legen Sie für ein paar Monate einen Teppich aus, damit sich Ihr Baby gut robbend fortbewegen und später richtig krabbeln lernen kann. Wenn das nicht möglich ist, ziehen Sie ihm zumindest die Söckchen aus, damit es mit den Füßen nicht wegrutscht. In dieser Phase sollten Sie dem Kind auf keinen Fall feste Schuhe anziehen. Beim Robben muss es sich mit dem großen Zeh vom Boden abstoßen können – das fördert gleichzeitig die Entwicklung des Fußgewölbes. Setzen Sie Ihr Kind nicht passiv hin – es wird bald von selbst lernen, sich aufzusetzen. Das Baby liegt nun immer seltener auf dem Rücken – meist nur noch im Schlaf. Sobald es auf dem Rücken liegt, dreht es sich sofort auf den Bauch, beginnt zu robben, geht in den Vierfüßlerstand und wiegt sich vor und zurück. Schrittweise beginnt es, richtig zu krabbeln. Anfänglich ist die Basis des Krabbelns noch breit, diese verengt sich mit zunehmender Reife. Es beginnt, sich selbstständig über die Seitenlage in den Sitz zu bringen. In aufrechter Knielage kann es sich an einer Stütze (z. B. Gitterbett oder Sofa) hochziehen. Es schafft es auch, sich im Stand zu halten, wenn es sich irgendwo festhalten kann. Legen Sie Spielzeuge ein wenig außerhalb seiner Reichweite, damit es motiviert ist, sich danach zu strecken oder sich zu bewegen, um sie zu erreichen. Legen Sie sich ruhig auch selbst zu Ihrem Baby auf den Boden – Sie werden sehen, wie viel aktiver und zufriedener es dann ist. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, in Bauchlage die Ärmchen, das Köpfchen und die Beinchen gleichzeitig anzuheben (sog. „Pivotieren“). Sie können es auch am Rumpf unter dem Bauch fassen und hoch über Ihren Kopf heben – das wird ihm gefallen. ​ Aktivität: Sie können gemeinsam mit Ihrem Baby üben. Legen Sie sich auf den Rücken, ziehen Sie Ihre angewinkelten Beine Richtung Bauch und legen Sie Ihr Kind auf Ihre Schienbeine. Wiegen Sie das Kind, indem Sie Ihre Beine sanft nach oben und unten bewegen oder sich vor- und zurückrollen. Das Baby wird begeistert sein – und Sie trainieren gleichzeitig Ihre Bauch- und Oberschenkelmuskulatur. Aktivität: Üben Sie gemeinsam das Drehen. Das Baby liegt auf dem Rücken. Strecken Sie ein Bein auf der Seite aus, zu der Sie das Baby drehen möchten. Das andere Bein beugen Sie, indem Sie es unterhalb des Knies greifen. Führen Sie dann das gebeugte Bein in einem großen Bogen über den Bauch auf die andere Seite. Der Oberkörper wird automatisch folgen und das Baby dreht sich mit. ​ Viertes Trimester (10.–12. Monat) Ab dem zehnten Lebensmonat verlangsamt sich die Entwicklung des Kindes ein wenig. Der Körper beginnt sich physisch und psychisch auf die ersten Schritte und das eigenständige Gehen vorzubereiten. Die Kinder beginnen, ihre Umgebung intensiv zu erkunden, und sind dabei erstaunlich schnell. Es ist wichtig, sie vor Gefahren zu schützen – beispielsweise vor Steckdosen, scharfen Ecken von Möbeln oder Treppen. Krabbeln Sie selbst einmal auf allen vieren durch die Wohnung – Sie werden schnell erkennen, was besser in den Schrank gehört oder entfernt werden sollte. Ermutigen Sie Ihr Kind, neue Dinge auszuprobieren und zu entdecken. Zeigen Sie ihm dabei, wie es geschickt vorgehen kann – wo es das Knie aufsetzen, wo es sich festhalten kann. Wenn wir aus der Ferne nur rufen „Pass auf!“ oder „Da darfst du nicht hin!“, lernt das Kind deutlich weniger wichtige motorische und kognitive Fähigkeiten. Gleichzeitig müssen wir aber für Sicherheit sorgen. Unterstützen Sie weiterhin das Krabbeln – es ist ein wunderbares Training zur Stärkung der tiefen Rumpfmuskulatur, zur Koordination der Bewegungen, zur Förderung der Zusammenarbeit der Gehirnhälften und zur Verbesserung der Hand-Auge-Koordination. Das kann Ihnen später in der Schulzeit viele Sorgen ersparen! Üben Sie das Gehen nicht, indem Sie Ihr Kind an den Händen führen – das kann die Eigeninitiative und damit auch die Entwicklung des Kindes hemmen. Wenn Sie das Kind über dem Kopf an den Händen halten, stören Sie sein Gleichgewicht, fördern ein unerwünschtes Hohlkreuz und möglicherweise auch das Gehen auf Zehenspitzen. Ganz abgesehen davon tut das auch Ihrem Rücken nicht gut. Einige Kinder beginnen bereits vor dem ersten Geburtstag zu laufen – es ist aber völlig normal, wenn Kinder erst mit 18 Monaten selbstständig gehen. Verzichten Sie auf Lauflernhilfen oder Gehfrei! Es gibt keinen Grund zur Eile – das Kind wird das Laufen ganz sicher lernen. Wichtiger ist es, dass es ausreichend krabbelt! Seien Sie auch in diesem Alter konsequent. „Nein“ oder „Das darfst du nicht“ sollte wirklich bedeuten, dass es nicht erlaubt ist. Nach kurzer Zeit wird Ihr Kind den Hinweis verstehen – und Sie können seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken. So schaffen Sie eine sichere Umgebung für die kindliche Entfaltung. Das Kind weiß, was verboten ist, und ist nicht verwirrt, wenn „nein“ einmal gilt und ein andermal nicht. Spielzeuge sollten weiterhin die Motorik und die Sinne des Kindes fördern – z. B. Bauklötze, einfache Puzzles oder Bilderbücher. Für den Garten eignen sich Sandkasten, Schaukel oder ein Spielzeugauto bzw. Puppenwagen. Im Haushalt kann das Kind mit einem eigenen kleinen Besen, einer Kehrschaufel oder einem Kindersauger helfen – für Mädchen auch mit einer kleinen Kinderküche. Spielen Sie gemeinsam Fangspiele, Verstecken, Kuckuck-Spiele oder Bewegungsspiele mit Reimen wie „Kleine Maus hat Brei gekocht“. Das Kind kann Ihnen Spielzeuge bringen, die Sie dann benennen. Singen Sie Lieder oder nutzen Sie Bewegungslieder wie „Die Kartoffel“ oder „Guten Tag“. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man einen Turm aus Bauklötzen baut. Geben Sie ihm eine Schachtel, in der es Dinge herausnehmen oder wieder aufräumen kann. Auch das Aufstecken von Ringen auf eine Stange ist in diesem Alter sehr beliebt. Aktivität: Setzen Sie das Kind rittlings auf Ihren Schoß, mit dem Rücken zu Ihnen. Halten Sie es am Becken und kippen Sie das Becken sanft nach links und rechts. Das Kind wird versuchen, die aufrechte Haltung zu halten. Alternativ können Sie es auch auf eine Rolle oder einen länglichen Gymnastikball setzen – achten Sie jedoch darauf, dass das Kind mit der ganzen Fußsohle auftreten kann und nicht nur mit den Zehen. Aktivität: Setzen Sie sich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden. Stellen Sie das Kind auf Ihre Oberschenkel und halten Sie es am Becken fest. Durch sanftes Kippen Ihres Beckens oder das Anheben eines Beines können Sie das Kind aus dem Gleichgewicht bringen – es wird versuchen, sich wieder aufzurichten. Dabei wird sein Gleichgewichtssinn intensiv trainiert. ​ Autorin des Artikels: PhDr. Marja Voleman, PhD. 27. April 2022 Veröffentlicht in deutscher Übersetzung am 7. Juli 2025 Hauptquellen: Volemanová, Marja. 2019. Primární reflexy, opomíjený faktor problémů učení a chování u dětí. 2. rozšířené vydání. Statenice : INVTS, 2019. 978-80-907369-0-0 Kleplová, Věra; Pilná, Dobromila (2007).Našemu sluníčku. Praha: Anag. ISBN 978-80-7263-357-9

  • Neuro-Entwicklungsstimulation im Schulalltag als Werkzeug für Inklusion

    Primäre Reflexe sind ein zentraler Bestandteil der frühen kindlichen Entwicklung. Sie dienen dem Neugeborenen zum Überleben und aktivieren grundlegende Bewegungen, die das Gehirn später zur willentlichen Kontrolle des Körpers nutzt. Durch ihre Wirkung werden nach Neuro-Entwicklungsstimulation im Schulalltag als Werkzeug für Inklusionund nach höhere Hirnstrukturen aktiviert, die es dem Kind ermöglichen, visuelle und auditive Reize besser zu verarbeiten, Gleichgewicht und räumliche Orientierung wahrzunehmen, Motorik zu entwickeln sowie Hand-Auge-Koordination, Sprache und soziale Kommunikation zu fördern. Im ersten Lebensjahr – insbesondere zwischen dem 6. und 12. Monat – sollten diese Reflexe spontan gehemmt werden. Erfolgt dieser Prozess nicht, können die Reflexe auch im Vorschul- oder Schulalter weiterhin aktiv bleiben und die Lernfähigkeit, Konzentration, Selbstständigkeit und Integration in die Gemeinschaft negativ beeinflussen. Typische Anzeichen persistierender Reflexe Dazu zählen Gleichgewichtsstörungen, schwache grob- und feinmotorische Fertigkeiten, falsche Körperhaltung, koordinationsschwache Bewegungen, Probleme bei Aussprache, visuellem Folgen, Lesen und Schreiben, Hyperaktivität oder extreme Empfindlichkeit gegenüber Reizen. Häufig treten auch Bettnässen, Daumenlutschen, Raumorientierungsprobleme, Konzentrationsschwäche oder Überempfindlichkeit bei Veränderungen auf. Im schulischen Umfeld werden meist die Symptome behandelt – etwa Lese- oder Verhaltensprobleme – statt die neuro­entwicklungsbedingte Ursache zu erkennen. Aber verfügen Kinder überhaupt über die neuro­entwicklungs­relevanten Grundlagen, um effektiv lernen zu können? Persistierende Reflexe und ihr Einfluss auf Verhalten und Lernen Das Kind wird mit sogenannten primären Reflexen geboren – genetisch vorprogrammierten, automatischen Bewegungsmustern, die dem Überleben dienen und zugleich das zentrale Nervensystem stimulieren. Im Laufe des ersten Lebensjahres sollten diese Reflexe durch Reifung höherer Hirnregionen zunehmend unterdrückt werden. Bleibt dieser Prozess aus, können sie auch im Schulalter aktiv bleiben und alltägliche Tätigkeiten wie Schreiben, Lesen, Konzentration, Sprache oder soziale Integration erheblich erschweren. Tonisch-labyrinthischer Reflex (TLR) Der TLR beeinflusst die grobmotorischen Fähigkeiten stark. Neugeborene kontrollieren ihre Bewegungen kaum bewusst – jede Kopfbewegung löst eine reflexartige Reaktion aus, den sogenannten holokinetischen Bewegungen (ganzer Körperbewegung). In den ersten Lebenswochen erlernen Kinder die Kontrolle über Nacken- und Nackenmuskeln. Anschließend erfolgt die Entwicklung der Muskelkontrolle in kraniokaudaler Richtung, also vom Kopf über Ober- und Unterkörper bis zu den Fersen. So entwickelt das Kind die Fähigkeit, Kopfpositionen zum Körper zu kontrollieren – grundlegend für Gleichgewicht, aufrechten Haltung und Koordination. Der TLR unterstützt genau diesen Entwicklungsprozess. Erst wenn das Kind gelernt hat, den Kopf zu kontrollieren, können Kopf- und Extremitätenbewegungen unabhängig und über der Körpermitte gekreuzt erfolgen („Kreuzbewegungen“). Es gilt zudem, den Kopf vorwärts und rückwärts zu bewegen, ohne dass dies reflexartige Extremitätenbewegungen auslöst. Primäre Reflexe initiieren Bewegungen – und diese wiederholten Bewegungen stärken neuronale Verbindungen zwischen Körper und Gehirn; das Kind entwickelt Kontrolle über die Haltung, stärkt Kraft und Koordination und fördert Gleichgewicht, Mobilität, Sehen, Hören, Sprache, Lern- und Kommunikationsfähigkeit. Grobmotorische Fertigkeiten gelten als Grundlage vieler höherer Fähigkeiten, die zum Lernen und Verhalten beitragen. Für den Schuleinstieg muss ein Kind still sitzen können, sich konzentrieren, den Stift korrekt halten und gezielte Augenbewegungen ausführen können, um geschriebene Texte Zeile für Zeile flüssig zu verfolgen. Mit Grobmotorik hängt auch der Muskeltonus zusammen. Typische Folgen persistierender TLR: Fehlhaltungen mit muskulärer Dysbalance Hypertonus (erhöhter Muskeltonus): z. B. Vermehrtes Gehen auf den Zehen, Hochziehen der Arme bei starken Emotionen Hypotonus (erniedrigter Tonus): beim Lesen gepresste Sitzhaltung, abfallender Kopf, Kopfstützen, rundes Kreuz, Halsüberstreckung, Schulter- und Rumpffehlstellung Eingeschränkte Atmung, schlechtere Sauerstoffversorgung des Gehirns → Konzentrationsschwäche Instabile Körperhaltung beim Lesen oder Abschreiben, Erschöpfung im Unterricht, Unruhe, Bewegungsdrang, instabiles Sitzen Häufiges „Wippen“ auf Stühlen, Sitzen auf den Fersen oder auf dem Stuhlrand Asymmetrisch-tonischer Nackenreflex (ATNR) Der ATNR aktiviert sich, wenn der Kopf zur Seite gedreht wird – auf der gegenüberliegenden Seite beugt sich Arm und Bein, auf der anderen Seite streckt es sich („Speerstellung“). Bei persistierendem ATNR agiert der Körper wie geteilt in zwei Hälften – rechts und links –, mit minimaler Zusammenarbeit. Querbewegungen über die Körpermitte fallen schwer. Ein Kind mit ATNR würde z. B. beim Ablegen eines Spielzeugs von der rechen Hand auf die linke Tischseite das Spielzeug zur Körpermitte führen, die Hände wechseln und dann mit der anderen Hand positionieren – anstatt direkt über die Mitte. Solche Kinder neigen dazu, nicht zu kriechen oder zu robben – wesentliche Bewegungen für Hand-Augen-Koordination und die vestibuläre Integration. Robben fördert auch die Myelinisierung des Corpus callosum und die interhemisphärische Zusammenarbeit. Typische Folgen persistierender ATNR: Probleme, die Körpermitte zu überqueren (z. B. Schreib- und Malbewegungen) Knapper, krampfhafter Stifthalt – feinmotorische Beanspruchung Augen­bewegungsinstabilität: Schwierigkeiten beim horizontalen Zeilenverfolgen → Leseschwierigkeiten Überspringen anderer Entwicklungsstadien (z. B. Krabbeln, Robben) Moro-Reflex Der Moro- bzw. Umklammerungsreflex unterstützt im Uterus die Entwicklung der Atemreflexe, erleichtert die erste Atmung und reagiert auf drohendes Ersticken. Reiz wird doch Geräusche, Licht oder plötzliche Kopfbewegung ausgelöst – Kind schreckt, streckt sich und schreit, um die Aufmerksamkeit von Betreuenden zu wecken. Physiologisch sollte dieser Reflex zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat gehemmt und durch den fortgeschritteneren Sturzreflex (Strauss-Reflex) ersetzt werden. Bei persistierendem Moro-Reflex reagiert das Kind überempfindlich auf Reize, bleibt in ständiger Alarmbereitschaft. Jeder Überraschungsreiz aktiviert den Moro-Reflex, verbunden mit Adrenalin- und Kortisolproduktion („Stresshormone“). Adrenalin fördert übermäßige Aktivität, Aggression, Kontrollbedürfnis. Kortisol reguliert den Blutzucker – ein niedriger Blutzuckerspiegel kann irrationales Verhalten auslösen. Typische Symptome persistierenden Moro-Reflexes: Überempfindlichkeit auf Geräusche, Licht, Berührung, Bewegung Hyperreagibilität, Panikreaktion Schwierigkeiten beim Anpassen an Veränderungen (neues Umfeld, Regeln) Geringe Frustrationstoleranz, impulsives Verhalten, starke Emotionen Unruhige Augenbewegungen – verfolgt alles im peripheren Sichtfeld Häufiges Abschweifen der Aufmerksamkeit – „sinnesintegrative Dysregulation“ Schlafstörungen oder nächtliches Aufwachen Reizüberflutung im Klassenzimmer – Kinder wirken erschöpft oder reizüberempfindlich Was ist Neuro-entwicklungsstimulation (NDS)? Neuro-entwicklungs­stimulation (Neuro-Developmental Stimulation) ist ein ganzheitliches Konzept, das verschiedene Ansätze kombiniert: Zielgerichtete Hemmung primärer Reflexe  (u. a. TLR, ATNR, Moro) Förderung sensorischer Integration  (Gleichgewicht, Berührung, Hören) Stärkung von Teilfunktionen  (visuelle/auditive Wahrnehmung, Serialität, intermodale Verarbeitung) Einbindung physiotherapeutischer und entwicklungsorientierter Bewegungsübungen Zusammenarbeit mit Optometristen oder Augenärzten bei Bedarf Das Programm orientiert sich an der natürlichen Entwicklungsreihenfolge (kraniokaudal – von Kopf zu Fuß). Die Basis bilden einfache, reflexähnliche Bewegungsübungen, die dem Gehirn eine zweite Chance geben, Körperkontrolle korrekt zu entwickeln. Anwendungsformen: Einzeltherapie:  alle 6–8 Wochen – Eltern lernen Übungen, die täglich zu Hause durchgeführt werden Gruppenform:  ideal für Kitas und Schulanfängerklasse – Übungen sind leicht im Alltag integrierbar, inklusiv für alle Kinder Vorteile: Fördert Haltung, Aufmerksamkeit, Ausdauer Stärkt das tiefe stabilisierende Muskelnetzwerk der Wirbelsäule Funktioniert präventiv – ganze Gruppen nehmen teil, ohne Kinder auszugrenzen Hilft auch Kindern, deren Probleme zunächst unbemerkt bleiben NDS als Werkzeug für inklusive Bildung Inklusive Bildung basiert auf dem Prinzip, dass alle Kinder – unabhängig von ihren Startbedingungen – das Recht auf gemeinsames Lernen im wohnortnahen Schulumfeld haben. Neuro-entwicklungs­stimulation bietet ein konkretes Mittel, inklusives Lernen zu stärken, indem Grundlagen für schulisches Lernen und soziales Verhalten geschaffen werden. Sie vermindert die Zahl der Kinder, die spezielle Fördermaßnahmen benötigen, integriert alle Schülerinnen und Schüler, stärkt ihr Selbstvertrauen und verbessert das Lernklima in der Klasse. Autor: PhDr. Marja Voleman, PhD. Datum: 7. 7. 2025 Quelle: VOLEMANOVÁ, M. (2017) Neuro-vývojová stimulace ve školní praxi jako nástroj k inkluzi. Integrace a inkluze ve školní praxi, ročník IV, číslo 9, květen 2017. ISSN 2336-1212

  • Unterstützung der Entwicklung von Kleinkindern

    Die grundlegende Notwendigkeit für Kleinkinder ist ausreichend Bewegung. Der Grund ist einfach: Bewegung liefert wichtige Impulse für ihr sich noch intensiv entwickelndes Gehirn. Die deutsche Autorin Doro Kammerer, bekannt als Herausgeberin von Die ersten drei Lebensjahre , betont: „Bewegungserlebnisse bilden für das Kleinkind die wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung von Intelligenz. Bewegungsfähigkeiten, die dem Alter entsprechen, sind der Kern des kindlichen Selbstbewusstseins und sozialen Ansehens. Abgesehen davon, dass eine gute Bewegungsfähigkeit auch eine Lebensversicherung gegen verschiedene Gefahren im Alltag darstellt.“ ​ Ein Kleinkind spielt gerne. Vielleicht fordert es Sie mit seinem Juchzen und seiner Begeisterung zu ausgelassenerem Spiel auf, als gesund ist. Hochwerfen in die Luft, begleitet von übermäßigem Schütteln, Vibrationen und starkem Zurückbeugen des Kopfes, ist nicht gesund – besonders nicht für Kinder mit verzögerter motorischer Entwicklung oder Hypotonie (niedrigem Muskeltonus). Achten Sie auch auf die empfindlichen Gelenke der Arme – vom Handgelenk bis zum Schultergelenk. Werden sie plötzlich mit dem gesamten Körpergewicht des Kindes belastet, etwa wenn Sie es nur an einem Arm halten und sich mit ihm um die eigene Achse drehen, oder es nur an einer Hand hochheben, kann es zu einer Ausrenkung oder zu Bänderrissen kommen. Halten Sie das Kind daher immer unter den Achseln fest. Ein Kleinkind ist ein neugieriges Wesen. Versuchen Sie jedoch, es nicht zu überfordern. Es liebt seine vertraute Umgebung, seine Ruhe und seinen Rhythmus – einen sicheren Rückzugsort vor der Welt in Form eines gemütlichen Zuhauses mit Mama und Papa. Es ist nicht nötig, ein ganztägiges Unterhaltungsprogramm zu erfinden. Gehen Sie spazieren, auf den Spielplatz, in den Wald, zu Freunden oder zur Oma – aber lassen Sie auch Raum für gemeinsame Spielmomente zu Hause. Zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr sind Spiele mit Wasser, Matsch und Sand besonders beliebt. Das Kind steckt gerne Dinge ineinander – Bauklötze, Schachteln. Es fühlt sich zu Spielzeugen hingezogen, die Geräusche machen. Mit der Entwicklung des Gehens kann es mit Gegenständen spielen, die man an einer Schnur hinter sich herziehen kann. Versteckspiele – ob wir uns selbst, das Kind oder ein Spielzeug verstecken – lieben Kinder wegen des Moments der Spannung, des Geheimnisvollen und des Siegesgefühls beim Finden. Es sucht nach Klettergerüsten, auf die es klettern, rutschen oder sich schaukeln kann. Auch Fangspiele kann man mit einem Kleinkind spielen – oder mit einem gelangweilten Teenager. Ein Kleinkind kann jedoch noch nicht abrupt stoppen oder Entfernungen gut einschätzen. Achten Sie daher darauf, dass es nicht gegen ein Hindernis läuft. ​ Unterstützung der Entwicklung von Kleinkindern: 1–2 Jahre 2–3 Jahre 1–2 Jahre Ein Kind am Anfang dieses Zeitraums krabbelt vielleicht noch oder beginnt gerade zu laufen. Auch wenn es bereits laufen kann, ist das Krabbeln nach wie vor eine ausgezeichnete Aktivität zur Förderung der Körperwahrnehmung, zur Stärkung der tiefen Rumpfmuskulatur, zur Koordination der Bewegungen, zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Gehirnhälften und zur Hand-Auge-Koordination. Benennen Sie alles, was Sie tun, und alles, worauf das Kind zeigt. Singen Sie viel, sprechen Sie Reime. Das gemeinsame Betrachten eines Pappbilderbuchs mit der Mama ist eine beliebte Aktivität zur Beruhigung. Versteckspiele sind sehr beliebt – Menschen oder Gegenstände können sich verstecken. Kleinkinder bauen gerne Verstecke oder Häuschen. Es reicht, eine Decke über einen Stuhl oder Tisch zu werfen, und schon ist ein gemütliches Häuschen geschaffen – ein sicherer Ort für ruhiges Spielen. Ballspiele sind immer gut. Versuchen Sie, mit einem weichen Ball leere PET-Flaschen umzuwerfen oder setzen Sie sich auf den Boden gegenüber und rollen Sie den Ball einander zu. Auch Spiele auf einem großen Gymnastikball sind beliebt. Für die Feinmotorik eignen sich verschiedene Puzzles, Spielzeuge, die in Kisten gelegt werden können, große Perlen zum Auffädeln usw. Versuchen Sie ein Spiel, bei dem Gegenstände weitergegeben werden, Bauklötze gestapelt, einfache Puzzles gelöst oder leere Toilettenpapierrollen auf ein Springseil gefädelt oder Gegenstände in eine Schachtel gesteckt und wieder herausgeholt werden. ​ Aktivität: Hindernisparcours  – Stellen Sie Gegenstände aus verschiedenen Materialien zusammen, die Hindernisse darstellen: Kissen, kleine Hocker, Tische zum Durchkriechen, Tunnel zum Durchkrabbeln, Wippen für das Gleichgewicht, Rutschen usw. Hindernisse können auch die Beine von Mama oder Papa sein, die auf dem Boden liegen. Dieses Spiel funktioniert am besten barfuß! Aktivität: Auf den Boden mit Kreide malen  – das ist wunderbar. Für Mama am besten draußen. ​ ​ 2–3 Jahre Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr sind „So-tun-als-ob“-Spiele sehr beliebt – vielleicht wird ein Karton zu einem Haus und Bauklötze zu Autos. Das Kleinkind wird motorisch immer geschickter. Es beginnt, auf einem Rutschauto zu fahren, kann rückwärts gehen und hält für kurze Zeit das Gleichgewicht auf einem Bein. Versuchen Sie, wie ein „Storch“ zu stehen, wie ein Frosch zu hüpfen, auf Zehenspitzen zu gehen oder „Äpfel vom Baum zu pflücken“. Die aufrechte Haltung können Sie üben, indem Sie dem Kind ein kleines Säckchen mit Reis oder ein Plüschtier auf den Kopf legen. Allmählich kann es so auch kleinere Hindernisse überwinden. Beim Spaziergang versuchen Sie, auf Bordsteinen, Bänken oder auf einem gezeichneten oder anderweitig markierten Zickzackweg zu laufen, auch rückwärts zu gehen. Haben Sie zu Hause einen kleinen Fußballer oder Basketballspieler? Dann spielen Sie gemeinsam Ball – werfen oder kicken. Hindernisparcours werden noch lange beliebt und sehr nützlich bleiben. 😊 Die Feinmotorik verbessert sich – Sie können nun (zunächst große) Perlen auffädeln, Knöpfe an Schnüre binden, Papier kleben, auf großen Bögen malen. Haben Sie schon Fingermalfarben ausprobiert? Kinder lieben es, auf ihren Körper zu malen – das ist ein unglaubliches Erlebnis für alle Sinne! Achten Sie aber darauf, welche Farben Sie verwenden! :-) Die Spiralbewegung des Handgelenks wird durch das Spielen mit ineinander steckbaren Puppen oder Tieren (z. B. Matroschkas) oder durch das Öffnen und Schließen von Schraubdeckeln unterstützt. Auch Klangspielzeuge haben oft Drehknöpfe. Versuchen Sie, Spielzeuge nach Farben, Arten, Größen oder Materialien zu sortieren. Benennen Sie dabei die Farben oder das Sortierkriterium (z. B. „Die Autos kommen hierhin, die weichen Kuscheltiere dorthin.“) Spiele zur Selbstwahrnehmung sind in diesem Alter sehr geeignet. Eine ordentliche Kitzelrunde reicht schon! Spiele mit Händen und Füßen sind zum Beispiel: „Backe, backe Kuchen“, „Kleine Maus kocht Brei“, „Sie krabbelt die Leiter hoch“, „Schmiede, schmiede Schmiedchen“, „Wenn ich groß bin…“ Mit älteren Kleinkindern können Sie auch bestimmte Körperteile leicht kitzeln oder ein einfaches Bild auf den Rücken „zeichnen“, das sie erraten sollen. Das Gehör können Sie trainieren, indem Sie verschiedene Materialien (z. B. Erbsen, Zucker, Münzen, Papier, Wasser…) in jeweils eine Plastikdose geben und das Kind nach dem Schütteln raten lassen, was es war. Musikalische Spielzeuge helfen beim Erkennen von Tönen, Tonlängen und beim Rhythmusgefühl. Versuchen Sie, gemeinsam im Rhythmus zu gehen oder zu hüpfen. Das Kind kann den Rhythmus auch selbst mit Trommeln (Topfdeckel), Glöckchen oder Klatschen nachmachen. Rollenspiele sind wunderbar: spielen Sie „Mutter und Vater“, „Kochen“, „Einkaufen“, „Handwerk“, „Krankenhaus“, „Schule“ oder „Restaurant“… ​ Aktivität: Spiegelspiel.  Das Kind beobachtet Sie und ahmt Ihre Bewegungen, Grimassen oder Gesten nach – wie im Spiegel. Aktivität: Radrennen.  Legen Sie sich mit dem Kind auf den Rücken, sodass sich Ihre Fußsohlen berühren. Bewegen Sie die Beine, als ob Sie Fahrrad fahren. Beschleunigen Sie, wenn es „bergab“ geht, und verlangsamen Sie, wenn Sie „einen großen Berg erklimmen“. Aktivität: Ball auf dem Schal.  Nehmen Sie ein großes Tuch oder einen Schal – Sie halten zwei Ecken, das Kind die anderen beiden. Legen Sie einen Ball in die Mitte und rollen Sie ihn vorsichtig zwischen sich hin und her. Achten Sie darauf, dass der Ball nicht herausspringt! Autorin des Artikels: PhDr. Marja Voleman, PhD. 27. April 2022 Deutsche Übersetzung: 7.7.2025 Hauptquellen: Kleplová, Věra; Pilná, Dobromila (2006). Našemu sluníčku, buď fit od narození po školu. Olomouc, Anag, 2006. ISBN 80-7263-357-0 Lazzari, Simona (2013). Vývoj dítěte v 1.-3. roce. Praha: Grada, 2013. ISBN 978-80-3734-8

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  • Einführung | Cortex Academy | PhDr. Marja Volemanová, PhD.

    Die Cortex Academy ist ein Projekt, das sich mit dem Thema persistierender frühkindlicher Reflexe befasst. Es richtet sich sowohl an Fachleute als auch an Eltern, die sich für dieses Thema interessieren. Gesunde Entwicklung von Kindern mit Hilfe der Neuro-Entwicklungsstimulation (NDS Active Learning®) Willkommen auf der Website der Cortex Academy®! Die Cortex Academy® hat das Ziel, das Bewusstsein für die Neuro-Entwicklungsstimulation (NDS Active Learning®) zu stärken – insbesondere für die Symptome und die gezielte Hemmung persistierender frühkindlicher Reflexe. Darüber hinaus widmet sich Cortex Academy auch der Veröffentlichung fachlicher Inhalte für Fachpersonen, Eltern von Kindern mit Lern- oder Verhaltensproblemen sowie alle weiteren Interessierten. Die Cortex Academy® vereint folgende Bereiche: Wissenswertes zur kindlichen Entwicklung Von der frühen Kindheit bis zur Pubertät – mit Fokus auf persistierende frühkindliche Reflexe, Lernstörungen sowie konkreten Empfehlungen zur Förderung einer gesunden Entwicklung. Kurse und Vorträge Aktuell bieten wir NDS-Kurse (NDS Active Learning®) und weitere Schulungen auf Tschechisch an. Englischsprachige Kurse befinden sich in Planung. E-Shop mit Fachliteratur und Materialien Im Shop finden Sie Fachbücher für Therapeut:innen, Pädagog:innen und Eltern. Absolvent:innen unserer Kurse können hier außerdem Arbeitsmaterialien wie NDS-Karten und Motivationstabellen erwerben oder ihr Abo für den geschützten Mitgliederbereich verlängern – mit regelmäßig aktualisierten Inhalten zur Unterstützung der praktischen Arbeit mit NDS Active Learning. Die englische E-Book-Version NDS Active Learning® ist bereits verfügbar. Cortex Help – Beratungsstelle In der Rubrik Cortex Help® finden Sie Informationen und Kontakt zur Praxis, die sich auf die Hemmung persistierender Reflexe spezialisiert hat. Liste zertifizierter NDS-Fachstellen Diese Übersicht bietet Kontakte zu weiteren Expert:innen, die mit NDS Active Learning® arbeiten. Wie geht es weiter auf dieser Website? VWählen Sie aus, welche Informationen Sie interessieren: Für Fachleute Für Eltern Beratung Onlineshop

  • Einführungskurs NDS | Cortex Academy | PhDr. Marja Volemanová, PhD.

    Der Kurs NDS – Durch Bewegung entwickeln wir uns für Kindergärten baut auf dem Einführungskurs Einführung in die Neuro-Entwicklungsstimulation auf. Er ist speziell für Kindergärten konzipiert. Für Fachkräfte Kurse für Fachkräfte Einführungskurs NDS Aufbaukurs NDS Active Learning Vertiefungskurs - NDS Active Development NDS-Supervision Vertiefungskurs NDS – Augenbewegungen NDS-Online-Konferenz 2025 Kursbewertungen Neuro-Entwicklungsstimulation Persistierende frühkindliche Reflexe NDS Active Learning ® NDS Active Development CortexApp Publikationen Unternehmen INVTS s.r.o. Einführungskurs NDS – Online Der Onlinekurs Einführung in die Neuro-Entwicklungsstimulation ist ein vollständiger Ersatz für den Präsenzkurs und vermittelt Ihnen die theoretischen Grundlagen, auf denen die weiteren Präsenzmodule aufbauen. Die theoretischen Inhalte der Methode NDS Active Learning werden in 12 Video-Vorträgen vermittelt. Zusätzlich erhalten Sie ein ausführliches Skript im PDF-Format, das speziell für das Online-Format aufbereitet wurde. Im Rahmen des Kurses findet außerdem eine Live-Online-Diskussion statt, in der Sie Ihre Fragen zur Methode stellen können – daher ist die Teilnehmerzahl begrenzt, ähnlich wie bei den Präsenzveranstaltungen. Sie haben Zugang zum Kurs für einen vollen Kalendermonat – bequem von zu Hause aus. 😊 Ziel des Kurses Der Einführungskurs vermittelt die Grundlagen der Neuro-Entwicklungsstimulation (NDS Active Learning®), zentrale Begriffe sowie das Erkennen von Entwicklungsauffälligkeiten durch persistierende frühkindliche Reflexe oder eingeschränkte sensorische Integration. Die Teilnehmenden lernen auch grundlegende Tests auf persistierende Reflexe kennen. Empfohlen für: Sonderpädagog:innen, Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen, Physiotherapeut:innen, Yogalehrende sowie interessierte Eltern. Kursinhalte Einführung in NDS (Neuro-Developmental Stimulation, Neuro-Entwicklungsstimulation) und ihre Grundprinzipien Alles hängt zusammen: Reflexe, sensorische Integration, psychomotorische Entwicklung und deren Einfluss auf Lernen, Verhalten und Aufmerksamkeit Risikofaktoren für das Fortbestehen frühkindlicher Reflexe Bedeutung von Bewegung im ersten Lebensjahr, Förderung der Entwicklung und Prävention persistierender Reflexe Auswirkungen persistierender Reflexe auf Lernen und Verhalten Was bedeutet sensorisch-sensible Integration?(Verarbeitung äußerer Sinneseindrücke und innerer Körperwahrnehmung) Hypersensibilität und Hyposensibilität gegenüber Sinneseindrücken Die Wurzeln der Schwierigkeiten erkennen – wie zeigen sich Reflexe im Verhalten und in der Bewegung des Kindes? Verstehen schafft Raum für Vertrauen und Respekt Kursdetails Sprache: Tschechisch Dauer: ca. 20 Stunden Kursleitung: PhDr. Marja Voleman, PhD. Teilnahmegebühr: 255 Euro (6100 CZK) inkl. MwSt. Teilnehmerzahl: mindestens 8, maximal ca. 20 Personen Zertifikat: Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Teilnahmezertifikat. Die Teilnahme am Einführungskurs (inkl. Zertifikat) ist Voraussetzung für den zweitägigen Präsenzkurs NDS Active Learning®. Termine – Einführungskurse (Online) 2023: Jänner – ausgebucht März – ausgebucht Mai – ausgebucht Juli – ausgebucht September – ausgebucht November – ausgebucht 2024: Jänner – ausgebucht März – ausgebucht Mai – ausgebucht Juli – ausgebucht September – ausgebucht November – ausgebucht 2025: Jänner – ausgebucht März – ausgebucht Mai – ausgebucht Juli – ausgebucht September – ausgebucht November-ausgebucht December- extra kurs- ausgebucht 2026: Jänner – März – Mai – Kurzy v roce 2023 Leden 2023- obsazeno Březen 2023- obsazeno Květen 2023- obsazeno Červenec 2023- obsazeno Září 2023- obsazeno Listopad- obsazeno Kurzy v roce 2024 Leden 2024 - obsazeno Březen 2024- obsazeno Květen 2024- obsazeno červenec 2024- obsazeno září 2024 - obsazeno listopad 2024- obsazeno Kurzy v roce 2025 leden 2025- obsazeno březen 2025- obsazeno květen 2025- obsazeno červenec 2025- obsazeno září 2025- obsazeno listopad 2025- obsazeno prosinec 2025- PŘIDÁNO PRO VELKÝ ZÁJEM Kurzy v roce 2026 leden 2026- obsazeno březen 2026- přidaná skupina- obsazeno květen 2026- obsazeno červenec 2026 Bevorstehende Veranstaltungen Reserveteilnehmer für: Einführungskurs NDS online (in tschechischer Sprache) Datum und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. Das Online-Treffen findet über Google MEET statt. Mehr Infos Antworten Hodnocení kurzu od účastníků Bylo to naprosto úžasné a včera jsem se při testování malého autisty přesvědčila jak vše souvisí se vším. Naprosto to do sebe vše zapadá a najednou je i hodně věcí jasnějších. A myslím si , že to je pro mnoho rodičů důležité. Existují mnohé terapie ale sama vím jak je těžké právě autistické dítě dostat z jeho bezpečí ( domova) do cizího prostředí. A to že existuje možnost cvičení doma a dokáže podpořit vývoj je to skvělé. Hedvika Navrátilová Zdravotní sestra Kostelec na Hané Toto je můj první on-line kurz, nemám tedy srovnání. Považuji ho za vynikající, je jasný, srozumitelný, dobře strukturovaný. Videa jsou přínosná, osobně raději věci slyším než čtu, lépe si vše pamatuji. Člověk může mít plno znalostí a zkušeností, ale ne vždy je dokáže dobře předat. Proto vám chci poděkovat za to, jak umíte jednoduše složité věci vysvětlit. Pracuji jako klinická logopedka a byla jsem na té konferenci logopedů, kterou zmiňujete. Těším se na viděnou v dubnu na pokračovací kurzu. Renata Alfonso Klinický logoped Dobrý den, moc děkuji za skvělý kurz, který u mě vedl k pochopení mnohých projevů chování dětí v mé třídě, jež vlastně byly spouštěčem mého hledání, co ještě by jim mohlo pomoct v procesu učení, když kompenzace formou pedagogických intervencí se jeví jako nedostatečná. Při Vašich videích jsem přímo viděla jednotlivé žáky - neschopnost chvíli stát rovně, potřeba válet se po lavici, po zemi, neschopnost udržet hlavu ve vzpřímené poloze, problém na plaveckém výcviku, kdy dítě pod vodou plave skvěle prsa, ale po pokynu "hlava nad vodu" jde ke dnu. Forma kurzu pro mě jako matku, učitelku na plný úvazek na prvním stupni a lektorku, kdy se dvakrát v týdnu věnuji dětem s poruchami učení, je naprosto perfektní, protože mohu kurzem procházet, kdykoliv mám čas a nejsem vázána termíny a časy, které by pro mě jistě v mnoha případech byly naprosto nereálné. Určitě se budu těšit na prezenční pokračování. Vidím to nějaký prázdninový termín. Od září budu mít první třídu a ráda bych cviky na inhibici primárních reflexů zařazovala formou tělocvičných chvilek do výuky. Ještě jednou velké díky a krásné jarní dny. Hana Štréglová Pedagog Dobrý den, moc děkuji za skvělý kurz. Ačkoli mám za sebou 3 roky studia fyzioterapie, nikdy jsem si nedala do souvislosti "vyšetřování primárních reflexů při hodině fyzioterapie v pediatrii" a ležící dítě na lavici ve škole. Moc děkuji za otevření očí! Už se těším na pokračování kurzu. Vednula Hejduková Moc děkuji za skvělý kurz. Jsem speciální pedagog, pracuji téměř 30 let s dětmi s atypickým vývojem, ve škole každé ráno cvičíme s dětmi NVS, učíme se pohybem, propojujeme MH a cvičíme křížové programování. Zabývám se edukineziologií a v poslední době primárními reflexy. Sleduji Vaše stránky a čtu Vaše knihy. Váš kurz mi vnesl hlubší pochopení tématu, všechno mi dává větší smysl. Přeji hodně osobních i pracovních úspěchů! Olga Široká Speciální pedagog

  • Cortex Help - Beratung | PhDr. Marja Volemanová, PhD.

    Die Materialien fördern auf spielerische Weise die Motivation des Kindes, auch zu Hause zu üben. Sie ergänzen die Inhalte der Kurse Neuro-Entwicklungsstimulation – Durch Bewegung lernen wir. Cortex Help - Beratung Über mich Beratung Preisliste Cortex Kids - für Eltern Kontakt Cortex Help Cortex Help® Beratungsstelle mit Schwerpunkt auf der Hemmung von frühkindlichen Reflexen durchNeuro-Entwicklungsstimulation Cortex Help® Beratungsstelle mit Schwerpunkt auf der Hemmung von frühkindlichen Reflexen durchNeuro-Entwicklungsstimulation Willkommen auf der Website der Cortex Academy® im Bereich Cortex Help® Unsere Beratungsstelle Cortex Help® (ehemals unter dem Namen Red Tulip) konzentriert sich auf die Hemmung frühkindlicher Reflexe mithilfe der Neuro-Entwicklungsstimulation (NDS). Die Neuro-Entwicklungsstimulation basiert auf dem Prinzip, das Gehirn zur Umstrukturierung und Neubildung von neurologischen Mustern anzuregen, wodurch eine gesunde neurologische Entwicklung unterstützt wird. Der Unterstützungsplan bei Cortex Help® ist hochgradig individuell und kombiniert verschiedene Ansätze und Methoden, insbesondere: Neuro-Entwicklungsstimulation, Hemmung frühkindlicher Reflexe Sensorisch-sensible Integration, Integration von vestibulären, taktilen, auditiven und anderen Sinnesinformationen Sonderpädagogik, insbesondere Förderung von Teilleistungen wie visuelle Differenzierung und Gedächtnis, auditive Differenzierung und Gedächtnis, Intermodalität, Serialität u.a. Physiotherapie, mit dem Ziel einer möglichst korrekten Ausführung der Übungen zur Vermeidung oder Korrektur muskulärer Dysbalancen Visuelles Screening, Überprüfung der binokularen Funktionen Kinder kommen (gemeinsam mit ihren Eltern) etwa alle 6–8 Wochen zur Beratung, bei der der aktuelle Zustand überprüft und neue Übungen vermittelt werden, die dann täglich zu Hause durchgeführt werden. Wir neigen oft dazu, bestimmte Symptomgruppen unter einem Sammelbegriff (Diagnose) wie Dyslexie, Dysgraphie, Autismus oder ADHS zusammenzufassen. Diese Störungsbilder bestehen jedoch aus verschiedenen Symptomen, die unterschiedliche Ursachen haben können. Es ist daher entscheidend, den besten Weg zu finden, um einzelne Symptome, die das Gesamtbild der Störung ausmachen, zu lindern oder zu beseitigen. Wir müssen das Kind ganzheitlich betrachten und unseren Blickwinkel nicht durch eine Diagnose verengen lassen. Ohne den Blick für das Ganze bleibt unser Ansatz wenig wirksam. Wohin als Nächstes auf dieser Website? Über mich Beratung Preisliste Für Eltern Kontakt O mně Über mich PhDr. Marja Voleman, PhD. Ich stamme ursprünglich aus den Niederlanden. Seit 1999 lebe ich in Prag, wo ich Physiotherapie und später auch Sonderpädagogik an der Pädagogischen Fakultät der Karls-Universität studiert habe. Im Jahr 2020 habe ich dort meine Dissertation mit dem Titel „Neuro-Entwicklungsstimulation in der Arbeit von Sonderpädagog:innen“ erfolgreich verteidigt. Seit 2009 arbeite ich in meiner eigenen Beratungsstelle, in der ich mich vor allem mit Neuro-Entwicklungsstimulation (NDS Active Learning), Sonderpädagogik und Physiotherapie beschäftige. Im Jahr 2015 gründete ich das Institut für Neuro-Entwicklungstherapie und -Stimulation, das ich im Jahr 2022 erweiterte und in Cortex Academy® umbenannte. Ich organisiere regelmäßig Kurse und Vorträge zum Thema persistierende primäre Reflexe. Ich habe drei Bücher und mehrere wissenschaftliche Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Kindliche Entwicklung Eine gesunde kindliche Entwicklung lässt sich mit dem Wachstum eines Baumes vergleichen. Wir sind es gewohnt zu beobachten, ob ein Kind gut lesen, schreiben oder rechnen kann – das sind die „Äpfel“ an unserem symbolischen Baum. Wenn wir möchten, dass schöne, rote Äpfel wachsen, brauchen wir einen kräftigen und gut verwurzelten Baum. Aus den Wurzeln wächst ein stabiler Stamm, daran starke Äste, Blätter und schließlich Früchte. Auch wenn jeder Baum einzigartig ist, basiert sein Wachstum auf denselben, durch Naturgesetze bestimmten Prinzipien und Elementen. Deshalb ist es in der kindlichen Entwicklung und Erziehung so wichtig, folgende Ebenen wahrzunehmen: Wurzeln – (Geburt und die ersten Momente nach der Geburt); Stamm und Äste – (psychomotorische Entwicklung des Kindes); Krone – (sensorische und emotionale Fähigkeiten, Zusammenarbeit der Gehirnhälften, Zusammenarbeit der Augen – also Binokularität); Früchte – (Schulfähigkeiten, Sprache, richtige Körperhaltung, Bewegungskoordination). Wenn der Baum nicht kräftig genug ist oder die Wurzeln nicht stabil sind, kann er nicht richtig wachsen. Neuro-entwicklungstherapie und Neuro-entwicklungsstimulation setzen genau hier an – sie versuchen, Probleme von Grund auf zu lösen. 1/1

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